1. Artedutalk Premiere

Der erste #artedutalk hat am 10. Mai 2017 auf Twitter stattgefunden. Es gab rege Teilnahme von 10 engagierten Vermittlerinnen und einigen wohlwollenden Mitlesern. Wir haben 116 Tweets in der einen Stunde gezählt. Der Hashtag ermöglicht alle Tweets nachzulesen und uns, den Talk mit einem storify zu dokumentieren und zusammenzufassen.

Zur Intension und “making of” des artedutalk haben wir einen eigenen blogpost verfassen. (Link zur Story)

Der erste Talk wollte das Vermittlungs Terrain ausloten, herausfinden wer welche Prioritäten setzt und verfolgt und welche Themen in der Vermittlungsarbeit beschäftigen und herausfordern und mit welchen Erwartungshaltungen die Disziplin gefordert wird. Der erste artedutalk endete mit einem Ausblick ins Jahr 2027. Wir bleiben also gespannt!

Die Eingangsfrage wollte sogleich grundsätzliche Themenbereiche in den Raum stellen.
Wie funktioniert das artedutalk Twittergespräch, wie ist der Ablauf und wie kann man sich einbringen?  

“Das Gespräch funktioniert wie folgt: wir twittern 8 Fragen, die jeweils durchnummeriert werden. F1, F2 … und ihr antwortet entsprechend mit A1, A2 … bitte Hashtag #artedutalk nicht vergessen.”

“Womit sollten wir uns in der Vermittlung beschäftigen? Eure Prioritäten 1 – 3”

Das Sammelsurium an Beschäftigungsarten zeigt natürlich die Vielfalt der Vermittlungstätigkeit auf: BesucherInnen, Publikum, digitalen Herausforderungen, digitalen Vermittlungsmöglichkeiten, digitalen Vermittlungsformate, stärkere Zusammenarbeit zwischen AkteurInnen, Community-Building, Angebots-Design/Formate,  Nachhaltigkeit, der Kunst, der Forschung zur Kunst, Vielfalt, Museum für alle,  Begeisterung, Verschiedene Zielgruppen und deren Bedürfnisse, Partizipative, offene Vermittlungsmethoden, wirtschaftliche Interessen vs. Kunst, Kooperation vs. Konkurrenz, Gegenwart, Regionalem.

Was sagt ihr zu: #Interaktion #Teilhabe #Partizipation? Ist das schon durch? Und geht es heute mehr um Demokratisierung?

Die Aufgabe, “Interesse, Begeisterung, Spass für Kunst und Kultur zu wecken und Möglichkeiten anzubieten mit denen jeder etwas zu Kunst sagen kann auch ohne Vorkenntnisse”. (@heikeroegler) gilt es immer noch lösen. Das alles ermöglichen Programme und Formate, die #Interaktion #Teilhabe #Partizipation miteinschließen.

“Unser Leitspruch im Haus ist „Für jeden etwas, aber nicht alles für jeden“ (@arbabat)

Teilhabe, Partizipation und Interaktion stehen der Kunstvermittlung als Parameter zur Verfügung um ihre Programme und Formate auch auf einer Metabene zu verhandeln. Bereits seit einigen Jahrzehnten stellt sich die Kunstvermittlung den sich daraus entwickelnden Herausforderungen.

Ob Demokratiesierungselemente diese Herausforderungen und Situationen bedingen oder dazu beitragen, geschaffen werden zu können, ist nicht wirklich festzumachen.  

Fest steht, dass es auch zu den Aufgaben der Kunstvermittlung gehört, sich mit Fragen der Demokratie und der Demokratisierung auseinanderzusetzen.  

“Dies sind Elemente einer offenen Kunstvermittlung und sie können zu Demokratisierung beitragen. Es braucht Mut, sie zuzulassen” (@anja_gebauer)

“ (Demokratiesierung ist)…eine Leistung der Menscheit, das Kunstwerk im Einzelnen dagegen Werk des Künstlers, also nicht „volksbeherrscht“ (@h_artland)

“Demokratisierung im Hinblick auf Zugang, Deutungshoheit usw.” (@kulturtussi)

Eine weitere Frage wollte die “Istsituation” im Bereich der digitalen Kunstvermittlung ausloten:

Habt ihr Erfahrungen mit Kunstvermittlung im digitalen Raum? Mit welchen Kanälen?

Einige artedutalker haben bereits Erfahrungen in Form von Apps, Onlinekursen, Webinaren, socialmedia Veranstaltungen wie tweetups, instawalks und haben auch schon selbst mit unterschiedlichen Kanälen wie snapchat, artshaker oder instagram  gearbeitet. Der digitale Raum wird als spannend empfunden und möchte erobert werden. Genau hier möchte auch der artedutalk seinen Beitrag leisten und sich als Plattform für Vermittlung im digitalen Raum verorten und begleitet vom Gedanken des Netzwerks, digitalen Ideen ein Raum für neue Programme und Formate sein.

Gerade in Zeiten der Neuorientierung und Implementierung von neuen Formaten ist es notwendig sich die Erwartungshaltungen des Publikums, der Kunden, der BesucherInnen anzusehen.  

Was wollen BesucherInnen immer (noch) von Vermittlung? Mit welchen Erwartungshaltungen arbeiten wir?

Kunst und Kultur hat es mit einer Vielzahl von Individualisten zu tun. Das Kunst und Kulturpublikum ist keine homogene Masse sondern eine Ansammlung unterschiedlicher Interessensgruppen. Die gilt es je nach Kunstinstitution zu definieren, ihre Erwartungen und Haltungen herauszufinden und daran festzumachen ob und wie diese Erwartungen eingelöst werden möchten und ob und wie neue Wege vielleicht auch mit dem Wörtchen “trotzdem” eröffnet werden.

“Wichtig ist immer noch der persönliche Erklärbär, der an die Hand nimmt und zeigt. Ganz klassisch” (@arabat)

“Zusammenhänge herstellen bzw. sichtbar machen, um dadurch besseren Zugang zum eigenen Erleben ermöglichen” (h_artland)

“Zielgruppenabhängig. Unterhaltung steht weit oben, Bildung eher weit unten. Das formt das didaktische Vorgehen” (@katja_marek)

Und da die Vermittlung ihrer Arbeit im Verbund nachgeht und auch nur im Miteinander arbeiten kann:

“Welche Kooperationen braucht Vermittlung? Mit wem gilt es, zusammenzuarbeiten?”

“Mit Besuchergruppen, öffentlichen Einrichtungen (Stadt, Staat, Schulen), Fachwissenschaftlern, Technikern, Künstlern” (@anja_gebauer)

“KünstlerInnen, KuratorInnen, DirektorInnen, LehrerInnen, Bildungseinrichtungen, Sozialbereich, Gesundheitsbereich” (@durchblickkunst)

“Schulen, Städte, Eventmanager, auch Familien” (@katja_marek)

Fragen kann man ja…

Wie sieht die Kunstvermittlung der Zukunft aus? Wie vermitteln wir 2027? Welche Diskurse sind dann wichtig?

“Ich vermute eine stärkere Verknüpfung VR und Original” (@heikeroegler)

“Jeder ist ein Vermittler 🙂 #longlivejosephbeuys” (@durchblickkunst)

“Noch viel mehr Öffnung, um der Diversität gerecht zu werden! Also keine klassische Vermittlung sondern Ermöglichung?” (@anja_gebauer)

 

 

 

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