ArtEduTalk 3: Digitales Storytelling

Der nächste ArtEduTalk findet am Mittwoch, dem 14.3. wieder in der Zeit von 15.00 bis 16.00 Uhr auf Twitter statt. Wir laden alle Interessierten zum Gespräch ein und werden für die Diskussion 8 Fragen vorbereiten, die wir dann zum gemeinsamen Austausch nutzen wollen.

Die Kraft des Storytelling

Eigentlich ist das Storytelling ja ein bisschen zum Buzzword der Marketing-Experten verkommen. Aber wenn man es aus diesem Zusammenhang noch einmal befreit betrachtet, dann steckt da sehr viel Potenzial, das sich wunderbar mit den Zielen der Vermittlungsarbeit verbinden ließe.

Storytelling ist als eine Erzählmethode definiert, mit der Wissen in Form einer Metapher weitergegeben  wird.  Idealerweise werden die Zuhörer in die Geschichte eingebunden, damit sie den Gehalt der Geschichte leichter verstehen und mitdenken können. Das soll bewirken, dass das zu vermittelnde Wissen besser verstanden und angenommen wird. (Wikipedia)

Es gibt ein paar Punkte, was Storytelling erreichen kann. Wenn es gut gemacht ist!

Motivation!
(Wie bringe ich die Menschen dazu, meinem Thema Aufmerksamkeit zu schenken?

Inspiration!
(Was kann die Menschen dazu bewegen, sich zu beteiligen?)

Lebendigkeit!
(Wie kann ich Fakten aufbereiten, dass sie mit dem Alltag der Menschen verbunden sind?)

Erinnerung!
(Auf welche Weise bleiben Infos im Gedächtnis, so dass sie leicht zu wiederholen und weiterzuerzählen sind?)

Wandel!
(Wie kann ich mit meiner Geschichte Denkmuster verändern und neues Wissen platzieren?)

Gemeinschaft!
(Wie kann ich eine authentische Gruppe um mein Lagerfeuer versammeln, die an die Geschichte glaubt und sie weiterträgt?)

Was kann Storytelling im Kontext von Kulturvermittlung leisten?

Uns interessiert, wie man das Storytelling für die Kulturvermittlung im digitalen Raum nutzen könnte. Welche Beispiele es dafür gibt und mit welchen Schritten man ein Storytelling im Dienste der Vermittlung nutzen könnte. Wer nutzt es bereits – gerne auch Beispiele aus dem Analogen – und was muss man beachten, wenn man es gut machen will?

Das Beitragsbild ist vielleicht eine schöne Anregung, wo Storytelling seinen Ausgang nehmen kann. Denn es braucht vor allem eines dafür: Protagonisten und eine gute Geschichte. Es ist der Jackpot, wenn man die nicht erst mühsam erfinden muss, sondern, wenn sie einem sozusagen auf dem Tablett serviert wird. (Bei wem würde es nicht anfangen, im Gehirn zu kribbeln, wenn man dieses Foto sieht?! Passenderweise wurde es mir gerade durch den Art Tab von Europeana hereingespült.)

Als weiteres Beispiel möchte ich hier auf etwas verweisen, das ich letztens zufällig auf den Seiten des Kunsthistorischen Museums Wien gefunden habe. Da werden nette kleine Kunstgeschichten von Maria erzählt. Also aus der Perspektive der Gottesmutter selber. Eine sehr schöne Idee, die einen überraschenden und unerwarteten Blick auf ein oft gesehenes Bildmotiv wirft.

Ich habe mich gefragt, wie man diesen Baustein in ein Storytelling-Konzept einbauen könnte. Wie kann man die Aufmerksamkeit der Besucher darauf lenken? Auf welchen Kanälen würde man was verwenden, um diese Idee aus der Nische herauszuholen um sie möglicherweise auch mit den Interessen der Besucher zu verbinden?

Solche und andere Fragen treiben uns um und wir freuen uns auf eure Teilnahme am Talk.

See you!

ArtEduTalk am Mittwoch, dem 14. März von 15.00 bis 16.00 Uhr auf Twitter!

 

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