ArtEduTalk 1 / 2018

ArtEduTalk 1 /2018 fokussierte Twitter als Instrument der Vermittlung und wollte ausloten, welche Möglichkeiten dazu genutzt wurden und welche Vermittlungsmöglichkeiten auch künftig angewendet werden können.

Die Versammlung an Hashtags, die zur ersten Frage getwittert wurden, zeigt wie Twitter genutzt wird. Das hängt davon ab, ob eine Institution twittert oder eine Privatperson, wenn auch im beruflichen Kontext. Für viele ist Twitter ihr Lieblings Social-Media-Kanal. Die Hauptgründe dafür sind: Twitter ist schnell, informativ und unterhaltsam.

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Das Twittergespräch wählte Beobachtungen zur Twitternutzung von Kultureinrichtungen und KünstlerInnen: ob gut oder schlecht, ob überhaupt“ als Ausgangsfragestellung. Man kann von vier Situationen ausgehen, die man hinsichtlich einer Verbesserung des „Kulturtraffics“ analysieren könnte:

Situation 1: Die Institution oder KünstlerIn ist (noch) gar nicht auf Twitter unterwegs.
Situation 2: Die Institution oder KünstlerIn hat einen „stillen Account“, Situation 3: Die Institution oder Künstlerin gestaltet den Account und die Inhalte der Tweets aktiv, interessant und vielfältig
Situation 4: Die Institution oder Künstlerin nutzt den Account sporadisch und erscheint deshalb auch als „lieblos“.

Aktivität wird also mit „kümmern“, „bedienen“ der Follower gleichgesetzt. Es gibt bei KulturakteurInnen Berührungsängste, die eventuell mit der Schnelligkeit zusammenhängen könnten. Kulturinstitutionen benötigen den zeitlichen und personellen Rückhalt ihrer Strukturen und Vorgesetzten. Dieser Rückhalt und Support hat aber noch oftmals „Entwicklungsbedarf“. Als negativ wird vor allem eine „eindimensionale“ Kommunikation empfunden, die wiederum mit zeitlichen und personellen Strukturen zu tun hat. Das bloße Absetzen und Bewerben von Veranstaltungen und Inhalten wird, weil nicht dialogisch, von den Followern bemerkt. So wäre es sinnvoll Augen und Ohren offen zu halten und über das jeweilige Thema hinaus, Inhalte zu posten um ein breites Spektrum an Inhalten abzudecken. Andere Tweets teilen und darauf Bezug nehmen, schafft ebenso eine dynamische Situation.

Mit der Frage ob man bei und mit Twitter auch spielen, erzählen und vermitteln kann, wollten partizipative Konzepte ausgelotet werden. Hier wird schnell klar, dass solche Konzepte erwünscht wären, aber auch dass es dazu VermittlerInnen braucht, die sich partizipative Projekte und Konzepte ausdenken und umsetzen. Kulturvermittlung im digitalen Raum erfordert kreatives Denken und stellt genauso wie die analoge Kulturvermittlung User, Follower, BesucherInnen in den Fokus.

Viele artedutalker partizipierten bei unterschiedlichen Formaten und haben ihre Erinnerungen an innovative Projekte von Institutionen oder KulturakteurInnen geteilt. Hier einige Beispiele dazu: 

Semperoper: BesucherInnen teilen ihre Meinungen zu Produktionen über den Hashtag: #SODRing

Format Hashtags: #depotdienstag #MuseumWeek #askacurator

Format Partizipation via Hashtags: #StadtLandBild #groophy #beeble #GrooveSymphony #dotropolis #docitylights #nosferatu #nibelne #kmufe #udohelden #udojagd #flohzirkus #pantwitterspiele #kunstputz #wirziehnfallera #Heldenreise #Promenadologie

Twitter wird als Echtzeitmedium für Kulturinstitutionen als Herausforderung angesehen. Wir haben unsere artedutalker nach didaktischen Schritten gefragt, die auffangen und erleichtern könnten. Wenn Kulturinstitutionen Hashtags einsetzen, kann nachgelesen werden und somit relativiert sich das Echtzeitmedium wieder. Storify wird demnächst zwar seine Dienste aufgeben, hier gibt es aber z.B. mit Pearltrees vielleicht Ersatz.

Obwohl bei Twitter der Einsatz von Text und Sprache im Vordergrund steht, gibt es durch den Einsatz von Videos, Bildern, Emojis und Gifs, jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten. Der Einsatz dieser Tools erfordert allerdings meist ein größeres Datenvolumen und verlangt einen guten und schnellen Wlan Zugang.  

Hashtags sind dazu da um einen bestimmtem Thema folgen zu können. Hashtags können aber noch mehr! Sie können als Vernetzungstool zwischen mehreren AkteurInnen eingesetzt werden, sie können ähnliche Themen verschiedener Institutionen bündeln und somit ein Miteinander initiieren. Sie dienen aber auch Followern dazu sich miteinander zu vernetzen und sich über ein bestimmtes Thema auszutauschen und alltägliche Situationen aus mehreren Perspektiven zu beleuchten. Hashtags können außerdem dem Tweet ein Narrativ geben und können rückwirkend und nachhaltig wie ein Archiv genutzt werden. Es ist eine neue Art der „Verschlagwortung“.

Die letzte Frage des ersten ArtEduTalk war ein Aufruf zu neuen, gemeinsamen Twitterformaten. Gemeinsam mit dem Forum Kulturvermittlung wird gerade an einem partizipativen Format gebastelt. Dazu mehr in Kürze.  

 

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