5. Artedutalk: Schnittstellen zwischen Marketing und Vermittlung

Wie ist eigentlich das Verhältnis zwischen Marketing und Vermittlung? Beide zielen ja auf Zielgruppen ab, aber ziehen sie auch an einem Strang? Gibt es etwas, was das eine vom anderen lernen kann? Das wollten wir beim 5.  wissen  …

… und starteten mit der Frage nach strategischer Planung der eigenen Vermittlungsarbeit. Die Teilnehmer waren sowohl freiberuflich als auch fest angestellt und die auf die Planung verwendete Zeit schwankte von kaum (aus dem Bauch heraus) bis zu fast ausschließlicher Arbeit am Erstellen von Konzepten.

Vorbereitungszeit meist mehr als Umsetzungszeit. Investierte Zeit wird in fortlaufende Projekte umgesetzt. (@SabineGoerner)

 Viele neue Kinder/Schul-Programme testen wir in Ferienaktionen an und optimieren dann. (@Arabat)

Braucht die Vermittlung ein spezielles Marketing? Wenn ja, wo könnte das ansetzen? Welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Hier zeigte sich die Bandbreite zwischen Selbstmarketing (die Freiberuflerinnen über Blogs, Newsletter, Mund-zu-Mund-Propaganda) und Festangestellten (Flyer, Website-Angebote). Unisono betonten alle, dass das Marketing auch erfolgreich über Multiplikatoren und Netzwerke laufen würde.

Insgesamt habe ich aber schon den Eindruck, dass da noch mehr geht, was erfolgreiches Marketing für Vermittlungsangebote betrifft.

Webpräsenz ist enorm wichtig geworden. Eine digitale Visitenkarte, die ordentlich gepflegt werden will. (@SabineGroener)

Ja, und zwar eines das in der Breite der Gemeinde /Audience wirkt. Auch wichtig: Analyse der Lebenszyklen Nutzer und Produkt (@ape_astronaut)

Selbstmarketing? Was stärkt eurer Meinung nach den Stellenwert der Vermittlungsarbeit? Ideensammlung!

Es gibt jede Menge toller Vermittlungskonzepte. Aber vieles geht unter. Natürlich kann man nicht für jede Methode, oder jedes Projekt ein eigenes Marketing-Konzept entwickeln. Aber es gibt ja – zumindest in den etwas größeren Häusern – Fachleute dafür. Hier muss unbedingt ein stärkerer Austausch her. Und natürlich die Erkenntnis, dass neben Ausstellungen und Sammlungen die Vermittlungsarbeit auch zum Profil eines Museums beiträgt.

Unseren theoretischen Background und überhaupt die Theoriebasis ausbauen, stärken. Publizieren. Forschen. Dokumentieren. (@durchblickkunst)

Kritisches Hinterfragen und Optimieren der eigenen Angebote, Evaluation, immer besser werden, nicht auf Lorbeeren ausruhen. (@Arabat)

Präsenz in den Gruppen die man ansprechen will. Einblicke in die Arbeit. Workshops, (Social)-Medienpräsenz. (@ape_astronaut)

Wie kann ein Feedback aus der Vermittlungsarbeit gewinnbringend in das Marketing eines Museums integriert werden?

Ganz wichtig: Austausch zwischen den Abteilungen! Ideal: Erfahrung aus Vermittlung wird in Marketing-Maßnahmen übersetzt! (@kulturtussi)

Audience Development – wo kann Vermittlungsarbeit beim Erschließen neuer Zielgruppen helfen?

Auch ganz konkret durch partizipative Projekte. Mit meinen Besuchern zusammen arbeiten. (@heikeroegler)

Ungewöhnliche Kooperationspartner suchen, deren Netzwerk nutzen &mit einem spezifischen Angebot diese Zielgruppe einfangen. (@arttextart)

Spannend. Eigentlich müsste am Anfang eine Audience Analysis stehen, damit ich sehe wer kommt und wer nicht? (@ape_astronaut)

Ist die Museumspräsenz in den sozialen Netzwerken eher Marketingsache? Wo kann + soll sich die Vermittlung einklinken?

Ich finde die Präsenz ist genauso Vermittlungssache. Ich wünschte, andere Abteilungen würden sich mehr einbringen. (@WWecker)

Social Media sind Kommunikationskanäle. Vermittlung=Kommunikation. Sollte sich also nicht ausschließen. (@martagibbon)

Mehr Öffentlichkeitsarbeit! Oder wie kann zielgruppengerechte Ansprache aussehen?

Zielgruppe ist vielleicht eh ein blödes Wort! Ich mag ja Communities lieber. Und da gilt: Partizipation! (@kulturtussi)

Mehr Arbeit in der Öffentlichkeit. Instawalks, Führungen, Pop-up-Ausstellungen. Das Museum muss in die Gemeinde! (@ape_astronaut)

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