Nachlese des 5. ArtEduTalk „Gaming und Kulturvermittlung“

Zum Nachlesen habe ich die Tweets vom letzten ArtEduTalk einmal mit Wakelet zusammengefasst. Und beim Einfangen war ich dann ganz überrascht, dass doch so viele Antworten da waren. Ein paar kamen noch nachgetröpfelt, so dass wir am Ende wirklich viel Diskussionsstoff gesammelt haben.

Mir ist das schon öfter aufgefallen bei unseren Chat-Runden: es gibt ganz unterschiedliche Erfahrungen, die einzelne Beteiligte mit dem jeweiligen Thema gemacht haben. So haben wir immer eine Mischung aus Experten-Beiträgen und  – nennen wir es mal – Bedarfen aus den Reihen der Kulturvermittlerinnen.

Gaming ist schon eher ein Bereich mit einer recht hohen Hürde, mitzumachen. Wobei wir nicht unbedingt den Fokus auf die technisch aufwändig umgesetzten digitalen Spiele gesetzt haben. Aber natürlich spielte das auch eine Rolle.

Es stellte sich heraus, dass man einerseits über die Grundsätze vom Spiel viel diskutieren kann. Das Stichwort Gamification fiel nicht, aber genau da liegt natürlich der Mehrwert für die Vermittlungsarbeit.

Das Sammeln von Beispielen guter Spielanwendungen zeigt auch, in welche unterschiedlichen Bereiche wir mit dem Thema vordringen: mehrmals wurde das Theater genannt, wenn es um Vorbilder geht, wie man spielerisch und kulturvermittelnd unterwegs sein will. Aber auch spielerische Anwendungen (wie Imagoras vom Staedelmuseum) für Kids wurden häufiger angesprochen. Das macht schon deutlich, welchen inhaltlichen Spagat das Thema hervorgebracht hat.

Das Ziel unseres ArtEduTalks, sich auszutauschen und sowohl Beispiele als auch Ideen zu sammeln ging jedenfalls wunderbar auf und ich danke an dieser Stelle für eure Beiträge.

Herausheben möchte ich einen Tweet, den André Spang, einer der Initiatoren des von uns sehr geschätzten EdChat beisteuerte. Eine tolle Motivation, weiter an diesem Thema dranzubleiben!

 

Ein bisschen schade war es, dass die als Gastkuratoren eingeladene Salzburger Künstlergruppe kurzfristig nicht teilnehmen konnte. Aber vielleicht begegnen wir ihr ja in dem ein oder anderen Zusammenhang wieder.

 

Zur Vorbereitung des #ArtEduTalk am 16.05.2018: Gaming und Kulturvermittlung

Zur Vorbereitung des #ArtEduTalk am 16.05.2018: Gaming und Kulturvermittlung hier die Fragen, die unsere Basis für das Twitter Gespräch sind. Im Abstand von 5 – 10 Minuten werden die Fragen gepostet, auf die ihr bitte jeweils mit A1, A2, A3…und ganz wichtig mit Hashtag #artedutalk, antwortet.

Wir freuen uns auf das Twittergespräch mit euch.

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artEDUtalk 5: Gaming

Hit: Kultur(ge)spielt

Was ist mit Gaming gemeint? Schon mal vorweg Gaming meint mehr als das Spielen von Computergames. Gaming impliziert auch die „Gaming-Kultur“, die Aktivitäten der Spieler außerhalb des eigentlichen Games und die daraus resultierenden neuen Denk- und Arbeitsweisen und Themen wie Informations- und Wissensmanagement, oder Arbeitsorganisation. Beschäftigt man sich mit der digitalen Erscheinung „gaming“, schließt das Lese- und Schreibmechanismen sowie die Ästhetik und die daraus entstandenen neue Kultur- und Lernorte mit ein.

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Zur Vorbereitung des #ArtEduTalk am 18.04.2018: Podcasts und Kulturvermittlung

20:00
F1: Heute geht es um Podcasts in der Kulturvermittlung. Stellt ihr euch kurz vor und ergänzt den Satz: Ich höre gerne …

20:05
F2: Welche Aspekte von Audio haltet ihr für besonders gewinnbringend für die Vermittlungsarbeit.

20:15
F3: Welche Zielgruppe seht ihr für Podcast-Formate am ehesten?

20:20
F4: Was sollten Podcasts anders machen als Audioguides oder Radio? Worin liegt die Herausforderung, wo sind Chancen?

20:30
F5: Interviews, Themenfeatures, Hörspiele? Kurz oder Lang? Fallen euch noch Formate ein, die man mit euren Themen bespielen könnte?

20:35
F6 (Gastkuratorinnenfrage): Podcasts sind nahbare Medienformate. Man kann Beziehungen zu Hörerenden aufbauen. Inwiefern passt es in die zeitgemäße Vermittlung nicht nur Sender zu sein, sondern den Dialog aufzunehmen. Wie kann Communityarbeit gemacht werden? Was sind hierbei Vorteile/Hürden?

20:45
F7 (Gastkuratorinnenfrage): Zum Thema Hörgewohnheiten: Wie und in welchen Situationen hört Ihr Audio und insbesondere Podcasts? Benutzt Ihr dafür Ihr Apps? Welche? Oder hört Ihr lieber auf dem Smartphone oder im direkt im Browser?

20:55
F8 (Gastkuratorinnenfrage) – Zum Schluss: Empfehlt uns Podcasts und besondere Podcast-Episoden für den Bereich Design, Kunst, Kultur und Museen?

Bitte denkt daran, vor die Antworten immer A mit der entsprechenden Nummer zu schreiben. Danke <3

Podcasts und Kulturvermittlung

Angeblich sind Podcasts ja ein fabelhaftes Medium, um Wissen zu vermitteln. So lese ich zumindest auf den Seiten von wissenschaftspodcasts.de Wir wollen das nur allzu gerne glauben. Und möchten uns aus diesem Grunde in der nächsten ArtEduTalk-Runde am 18.4. – auf vielfachen Wunsch wieder abends ab 20 Uhr – darüber mit euch austauschen.

Podcast Definition

Podcasting ist übrigens nicht nur Audio. Die genaue Definition ist auf Wikipedia so zu lesen:

Podcasting bezeichnet das Anbieten abonnierbarer Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Kofferwort setzt sich zusammen aus der englischen Rundfunkbezeichnung Broadcasting und der Bezeichnung für bestimmte tragbare MP3-Player, iPod, mit deren Erfolg Podcasts direkt verbunden sind und die heute stellvertretend für jegliche tragbare MP3-Player stehen. (…) Ein einzelner Podcast besteht aus einer Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen Web-Feed (meistens RSS) automatisch bezogen werden können.

Wir beschränken uns aber in unserem Gespräch auf das Audio-Format und fragen uns, warum es nicht schon längst von Museen und anderen Kultureinrichtungen zu allen möglichen Themen Podcasts gibt. Mit einigen rühmlichen Ausnahmen – stellvertretend für gute Produktion aus der Kultur seien hier das Hafenradio, der Museumscast  und Exponiert genannt und ansonsten auf die Liste von Tine auf ihrem Kulturkapital verwiesen.

Apropos Tine! Tine Nowak ist eine Podcast-Queen und dass wir sie als Gastkuratorin für unseren Talk gewinnen konnten, freut uns ganz besonders! Danke, liebe Tine, dass du deine Fragen beisteuerst. Damit kriegen wir ein bisschen Zug in die Sache, denn Anita und ich sind in dem Feld nicht so richtig bewandert.

Wenn ihr euch ein bisschen in das Thema einhören mögt, dann haben wir hier zwei Hörtipps:

In dieser Episode spricht Tine mit den beiden Protagonisten von Exponiert und Hafenradio, Ulrike Kreztmer und Michael Merkel.

Und in dieser Folge des Hafenradios haben Tine und Michael über das Thema der Wissensvermittlung gesprochen.

Podcasts für die Kulturvermittlung nutzen

Zugegeben, das Thema Podcasting ist zunächst einmal sehr techniklastig. Wir wollen uns in unserem ArtEduTalk aber damit  nicht länger aufhalten. Das würde unser Format sprengen. Für uns ist es interessant, zu fragen, welche Inhalte sich denn besonders für einen Podcast eignen können.

Interessant ist auch die Frage der Zielgruppe. Wer hört sich Podcasts an? Mit welchen Lerntypen hat man es zu tun? Welche Bedürfnisse muss man erfüllen? Meist ist ja schon auch der Anspruch, eine regelmäßige Reihe (Episoden) zu erstellen, ein Hindernis.

Wir erhoffen uns ein anregendes Gespräch und freuen uns natürlich, wenn möglichst viele Podcaster mit von der Partie wären.

Also: wir sind gespannt und laden hier noch einmal herzlich alle ein, mit uns auf Twitter zu diskutieren.

ArtEduTalk am 18.4., 20.00 Uhr

 

Das Beitragsbild stammt übrigens aus dem Rijksmuseum und zeigt eine Ohrenstudie vermutlich nach Annibale Carracci, spätes 17./frühes 18. Jahrhundert.